Anlegetechnik
Bei der Anlegetechnik ist zu unterscheiden zwischen Dauerverbänden, die über längere Zeiträume hinweg angelegt bleiben, und Wechselverbänden.
Ebenso muss das Stadium der Behandlung bei der Auswahl der komprimierenden Maßnahmen berücksichtigt werden. In der akuten Phase kommt immer ein Kompressionsverband aus → Zinkleimbinden oder → Kurzzugbinden zum Einsatz, weil damit besser auf die Umfangschwankungen des Beines reagiert werden kann. Ist das Bein jedoch nachhaltig entstaut und der Ulcus abgeheilt, kann die Nachsorge mit individuell angepaßten Kompressionsstrümpfen erfolgen.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass der Kompressionsverband - unabhängig von Material und Anlegetechnik - seine volle Leistung erst bei körperlicher Bewegung des Patienten erbringen kann. Des weiteren sollte immer nur eine Bindenart verwendet, also nie Kurz- und Langzugbinden in einer Lage kombiniert werden.
Beim Anlegen des Verbandes sind folgende Grundsätze zu beachten:
- Ein guter Verband soll das Bein allseitig fest umschließen,
- in seinem Andruck von distal nach proximal gleichmäßig nachlassen
- und nirgends drücken oder gar einschnüren.
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Zur richtigen Bindenführung muss die Binde unmittelbar auf der Haut ablaufen und darf nur in Ablaufrichtung angezogen werden. |
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Basis für die Wirksamkeit der Kompression ist der richtige Druckverlauf. Der Druck ist im Fesselbereich am höchsten und nimmt zum Knie hin kontinuierlich ab. |
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Die Binde muß richtig in die Hand genommen werden, |
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denn nur so läßt sie sich am Bein abrollen. Wird die Bindenrolle von der Haut abgehoben, geht die Führung verloren und es entstehen zwangsläufig Schnürfurchen, auch ist die kontinuierliche Druckverteilung gefährdet. Ein zu schwacher Andruck in der Fesselgegend und ein zu starker Druck um die Wade aber stauen noch mehr als ein Strumpfband. |
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Zum Anlegen des Verbandes ist das Sprunggelenk rechtwinklig zu halten. |
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Die Ferse wird in Mittelstellung des Sprunggelenkes von 90° eingebunden. |
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Zur Verstärkung des lokalen Andrucks sollten Vertiefungen und Hohlkehlen mit festen Pelotten ausgepolstert werden. |









