Kompendium Wundbehandlung Wundheilung
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Grundlagen > Keimbesiedelung > Antiseptika

Antiseptika

Ähnlich wie Antibiotika, zeichnen sich auch Antiseptika durch eine zelltoxische Komponente aus (Niedner 1995, Schopf et al. 1995) (Abbildungen siehe unten), ebenso besteht bei einigen eine Resorptionsgefahr. Deshalb hat beim Einsatz derartiger Präparate eine Nutzen - Risiko - Abwägung zu erfolgen. In der Konsensusempfehlung Wundantiseptik (2004) werden nur drei Wirkstoffe empfohlen:

  • Povidon-Iod (PVP-Iod)
  • Octenidinhydrochlorid
  • Polyhexanid (Polihexanid)

 

Ihre Anwendungsgebiete sind wie folgt angegeben:

 

  • Bei akuten infizierten bzw. kolonisierten Wunden sollen kurzzeitig PVP-Iod- und Octenidinbasierte Antiseptika (prinzipiell gleichwertig) appliziert werden.
  • Bei chronischen, schlecht heilenden Wunden ist Polyhexanid das Mittel der ersten Wahl, auch über einen längeren Zeitraum.

 




Zelltoxische Wirkungen von Antiseptika (Niedner 1995)


Zelltoxische Wirkungen von antiseptischen Substanzen (Schopf et al. 1995)

 

→ Silberhaltige Wundauflagen

 

 






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