Chirurgisches Debridement
Die effektivste Möglichkeit zur Heilungsbeschleunigung ist die lokalchirurgische Sanierung des Wundgebietes. Die Entfernung von Nekrosen, bradytrophen Gewebsanteilen, Detritus und Bakterien ist eine Grundvoraussetzung für die Wundheilung. Untersuchungen von Steed et al. (1996) und Piaggesi et al. (1998) belegen, dass durch ein regelmäßiges, radikales Debridement die Heilungsraten beim diabetischen Fußsyndrom (neuropathische Genese) signifikant erhöht sind im Vergleich zu einer konservativen Wundbehandlung.
Für ein chirurgisches Debridement ist die Durchblutungssituation der betroffenen Extremität von ausschlaggebender Bedeutung. Nur bei ausreichender Durchblutung kann von einer Heilung ausgegangen werden.
Bei lokalchirurgischen Maßnahmen ist ferner darauf zu achten, dass eine ausreichende Menge lebensfähiges Weichteilgewebe vorhanden ist, um nicht Knochen oder andere empfindliche Strukturen freizulegen.


