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Diab. Fußsyndrom > Diagnostik

Diagnostik des diabetischen Fußes

Die Haut des Fußes ist aufgrund der autonomen Neuropathie sehr trocken, weist häufig Rhagaden und erhebliche Hyperkeratosen auf. Im Gegensatz zur periphen arteriellen Verschlußkrankheit, der wichtigsten Differentialdiagnose, die entscheidend das weitere therapeutische Management beeinflußt, ist der Fuß warm und hat einen rosigen Hautkolorit. Die Fußpulse sind tastbar und die Venen gut gefüllt. Die Lokalisation der Läsion ist dabei auf druckbelastete Regionen beschränkt (Metatarsale I, Ferse). Aber auch Läsionen im Zehenbereich, dann primär durch zu enges und ungeeignetes Schuhwerk induziert, sind möglich und dürfen nicht den Trugschluß einer primären pAVK nach sich ziehen.

Im Rahmen der klinischen Untersuchung ist eine Inspektion von Gang- und Standbild, des Fußskelettes und des Schuhwerkes unerlässlich.

Die neurologischen Basisparameter (Sensorik, warm-kalt Empfinden, Vibrationsempfinden, Muskeleigenreflexe) können mittels einfacher Verfahren erhoben werden.

 

Die Differenzierung zur pAVK erfolgt durch die Erfassung des Pulsstatus und Auskultation der Gefäße. Alle Patienten sollten eine Doppler- oder Duplexsonographie der peripheren Gefäße mit Bestimmung der Verschlußdrücke erhalten. Bei einem Verdacht auf eine Gefäßbeteiligung muß eine Angiographie (intraarterielle DSA mit Darstellung der Fußgefäße; Angio-MRT) erfolgen.

Laborchemisch eignet sich das C-reaktive Protein zur Verlaufskontrolle des Entzündungsprozesses, wobei insbesondere bei Dialysepatienten eine sorgfältige Abwägung der klinischen Relevanz hinsichtlich einer Infektion erfolgen muß. Die Dokumentation von Blut-Glukose und Hba1c dient der Beurteilung der Stoffwechseleinstellung, deren Optimierung die Basis der Therapie darstellt.

 

Bei jedem Patienten sollte eine Röntgenaufnahme der Füße angefertigt werden, um eine Mediasklerose, Osteoarthropathie oder Zeichen der Osteomyelitis festzustellen.

 

Eine Pedobarographie zur Bestimmung der plantaren Fußdrücke sollte sich nach Abheilen der akuten Läsion anschließen. Sie stellt ein probates Mittel zur Dokumentation der plantaren Druckverteilung dar und eignet sich besonders für die Anfertigung und Verlaufskontrolle der sich anschließenden diabetesgerechten Schuhversorgung.

Eine exakte Dokumentation des Aufnahmebefundes und des weiteren Verlaufes ist unerlässlich.

 

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