Diagnostik
Für die Therapie ist die exakte Lokalisation der Rückflussstörung im Venensystem von entscheidender Bedeutung. Die Diagnostik stützt sich dabei auf klinische und apparative Untersuchungen. Insbesondere gilt die Ultraschall-Doppler-Untersuchung als zuverlässiges Routineverfahren, um das Vorhandensein und die Ausdehnung von extrafaszialen Klappeninsuffizienzen genau zu bestimmen. Sehr aussagekräftig ist auch die Farbduplex-Sonographie, die sich in entsprechenden Fällen als weiterführende Diagnostik empfiehlt - insbesondere im Bereich der tiefen Leitvenen.
Eine weitere, ebenfallls nicht invasive Methode ist die Venenverschluss-Phlethysmographie (VVP), mit der der venöse Ausstrom bzw. die venöse Kapazität gemessen wird.
Die Phlebographie als invasive Kontrastmitteldarstellung wird heute zurückhaltender angewandt, ist aber vor allem zur Festlegung von Operationsindikationen noch in vielen Fällen unverzichtbar, besonders bei Rezidiven nach phlebochirurgischen Eingriffen.
Wenngleich etwa 80% der Beingeschwüre die Folge einer chronisch venösen Insuffizienz sind, müssen in die differenzialdiagnostischen Erwägungen stets auch Ulcera cruris nicht venöser Genese einbezogen werden.
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