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Grundlagen > Mechanismen > Physiologie der Wundheilung > Granulation / Proliferation

Granualtion / Proliferation



Makrophagen und Zytokinbildung

Makrophagen nehmen eine Schlüsselrolle bei den Reparaturvorgängen während der Wundheilung ein. Sie sezernieren zahlreiche Zytokine und Wachstumsfaktoren (z.B. PDGF, TGF), die maßgeblich an der Koordination der komplexen Abläufe des Heilungsprozesses beteiligt sind. Makrophagen beeinflussen die Bildung von Fibroblasten und Endothelzellen und damit den Übergang von der Entzündungsphase zur Proliferationsphase.

 

Granulation und Zytokine



Neben den Makrophagen sind Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) in den Hautdefekt eingewandert, sie steuern den Ab- und Umbau der extrazellulären Matrix. Während der Granulationsphase wird die provisorische Fibrin/Fibronektin-Matrix (Schorf) durch neu gebildetes Bindegewebe ersetzt. Hierbei wandern Fibroblasten in das Wundgebiet ein. Anfänglich wird die provisorische Matrix als Gerüst genutzt, um im Laufe der Zeit durch Matrixproteine ersetzt zu werden. Entscheidenden Einfluss auf die Fibroblastenmigration sowie den Ab- und Umbau der extrazellulären Matrix haben Matrix-Metalloproteinasen (MMPs). Unter physiologischen Bedingungen wird die Aktivität der MMPs streng durch MMP-Inhibitoren (TIMPs) reguliert. Bei einem Ungleichgewicht zwischen MMPs und TIMPs kann es zu einem vermehrten Abbau von Matrixproteinen und einer Degradation von Wachstumsfaktoren kommen. Die Folge wäre eine chronische Wundheilungsstörung.

 

Neoangiogenese



Die Neubildung von Blutgefäßen wird maßgeblich durch das Wundmilieu beeinflusst. Hypoxie, pH-Wert im sauren Bereich und hohe Laktatspiegel fördern die Neoangiogenese. Stimulierend wirken Wachstumsfaktoren, wie z.B. TGF-Alpha und VEGF. Endothelzellen wandern ein, vermehren sich und bilden neue Blutgefäße innerhalb der Fibrinmatrix. Durch die eingesprossten Blutgefäße werden vermehrt Sauerstoff und Nährstoffe für den Reparaturprozess zur Verfügung gestellt. Gut ausgebildetes Granulationsgewebe erscheint tief rot und hat eine himbeerartige Oberfläche. Das am Wundgrund durchscheinende Blut ist nur von einer dünnen Endothelschicht ummantelt, so dass es bei Berührung leicht zu kleinen Blutungen kommen kann.

 

 

→ Reepithelisierung

 

 






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