Kompendium Wundbehandlung Wundheilung
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Grundlagen > Mechanismen > Physiologie der Wundheilung > Hämostase

Hämostase und provisorischer Wundverschluss



Gefäßreaktion / Blutgerinnung

Die Hämostase, auch Blutstillung genannt, wird durch eine Verletzung des Gefäßendothels ausgelöst. Anfänglich werden nach einer Verletzung durch das austretende Blut Bakterien und andere Fremdkörper größtenteils ausgespült. Um einen größeren Blutverlust zu vermeiden erfolgt bereits nach wenigen Sekunden eine Vasokonstriktion der betroffenen Gefäße.

 

Thrombozyten lagern sich an den Wänden der verletzten Gefäße an und verklumpen. Gleichzeitig geben das verletzte Gewebe und die Thrombozyten Gerinnungsfaktoren ab, die miteinander sowie mit löslichen Proteinen reagieren, um das Enzym Thrombokinase zu erzeugen. Dieses veranlasst die Umwandlung von Prothrombin in Thrombin, das wiederum lösliches Fibrinogen in nichtlösliches Fibrin umsetzt. Dieses unlösliche Fibrin bildet ein Fasernetz, an dem sich die Thrombozyten verklumpen können. Innerhalb von fünf bis zehn Minuten bildet sich ein Blutgerinnsel. Im Anschluss an die Vasokonstriktion folgt die Vasodilatation, eine Weitstellung der Gefäße, die nach ca. zehn Minuten ihren Höhepunkt erreicht. Sichtbar wird dieser Vorgang durch eine Rötung und Überwärmung der Haut. Die Permeabilität der Blutgefäße ist erhöht, Blutzellen wandern in das Wundgebiet, Blutplasma gelangt in das Interstitium, ein Ödem ist entstanden.

 




Schorfbildung

 

Während das Serum verdunstet, schrumpft und trocknet das Gerinnsel allmählich zu einem Schorf aus. Die Wunde ist provisorisch verschlossen und vor Austrocknung sowie der Einwanderung von Keimen geschützt.

 

 

→ Entzündungs- oder Exsudationsphase

 

 






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