Harnstoff - seine Bedeutung für die trockene Haut
Harnstoff, auch als Urea bezeichnet, ist maßgeblich an der Regulation des Wasserhaushaltes der Haut beteiligt. Harnstoff bindet an Proteine, die reichlich in der Hornschicht vorhanden sind, dadurch kommt es zu einer erhöhten Wasserbindung in der obersten Hautschicht (Wohlrab 1988, Lobmann et al. 2004). Untersuchungen von Lobmann et al. (2004) belegen, dass bei einer kontinuierlichen Anwendung von Harnstoffcremes (→ NovaTop, 5% Harnstoff) die Hautfeuchtigkeit signifikant erhöht werden kann.
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Anstieg der Hautfeuchtigkeit bei Patienten mit einem Diabetes mellitus nach Lokalbehandlung mit NovaTop Harnstoffcreme (Lobmann et al. 2004)
Die Wirkung von Harnstoff ist konzentrationsabhängig (Wohlrab 1988). Auch besteht in der Penetrationskinetik von Harnstoff eine deutliche Vehikelabhängigkeit, die gezielt für therapeutische Zwecke genutzt werden kann (Wohlrab 1993, Schürer und Kresken 1995).
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Penetration von Harnstoff im Stratum corneum in Abhängigkeit von der Pentrationszeit und der Harnstoffkonzentration (nach Wohlrab 1988)
Bei der Verwendung von Öl-in-Wasser-Emulsionen (O/W-Emulsion) oder Lotionen als Vehikel für Harnstoff wird anfänglich und schnell eine hohe Wassermenge in die Hornschicht eingelagert, die allerdings relativ schnell deutlich abnimmt. Dagegen lassen Wasser-in-Öl-Emulsionen (W/O-Emulsion) eine intensivere und länger andauernde Steigerung der Wasserbindungskapazität erkennen. Die Ursache dafür ist vor allem in der hohen Penetrationsrate von Harnstoff aus W/O-Emulsionen zu suchen, andererseits spielt dabei die Okklusionswirkung der lipidreichen Emulsionsgrundlagen eine wesentliche Rolle.
→ Dermis




