Hyaluronsäure - klinische Bedeutung
Auf Grund ihrer Eigenschaften kann HS als ein vielseitig einsetzbares Biomolekül bezeichnet werden. Hier nur einige Beispiele:
- Seit über 30 Jahren wird HS erfolgreich bei Gelenkerkrankungen in der Human- und Tiermedizin eingesetzt.
- Bei Hornhautdefekten am Auge wird das Makromolekül als Tränenersatzmittel genutzt.
- Breite Anwendung findet HS in der ästhetischen Medizin zur Hautverjüngung bzw. temporären Beseitigung oder Reduktion von Hautfalten.
- Auch als Trägermedium zur dosierten Freisetzung von Wirkstoffen (drug delivery system) findet HS seinen Einsatz.
- Entsprechend ihrer Wirksamkeit in allen Wundheilungsphasen wurden eine Reihe von Wundbehandlungsprodukten mit HS entwickelt (siehe weitere Ausführungen).
- Ebenfalls eignet sich HS sehr gut als Aufwachs-Support und/oder Trägermaterial bei der Zellkultivierung (tissue engineering) für Chondrozyten, Fibroblasten und Keratinozyten (siehe weitere Ausführungen).
Einsatzmöglichkeiten in der Wundbehandlung
Haupteinsatzgebiet für HS sind therapieresistente Ulzera. Da Hyaluronan steuernd in die komplexen Wundheilungsprozesse eingreift, erhält der Therapeut eine Möglichkeit, den chronischen Defekt in ein akutes Wundheilungsstadium zu überführen.
Hyaluronsäurehaltige Produkte werden in unterschiedlicher Form angeboten:
- Mikrogranulat
- Faser
- Spray
- Creme
- Flüssigkeit
- Membran


