Hyaluronsäure und Wundheilung
Der Heilungsprozess dermaler Wunden verläuft nach einem streng reguliertem, sequentiellen Schema:
· Blutgerinnung > Ausbildung eines stabiles Fibrinnetzes
· Entzündung (Inflammation) > Einstrom von Entzündungszellen und entzündungsfördernder Zytokine
· Granulation > Proliferation von Fibroblasten und Neoangiogenese
· Wundkontraktion > Verkleinerung der Wunde
· Reepithelisierung > Migration von Keratinozyten
· Remodellierung > Umbau des Granulationsgewebes zu Narbengewebe
Während des Reparaturprozesses wird die extrazelluläre Matrix (ECM) durch konzertierte Aktionen verschiedener Zelltypen und ihrer Produkte Schritt für Schritt wieder aufgebaut.
Das Schlüsselmolekül der ECM ist HS. Sie bildet komplexe, dreidimensionale Strukturen, die als extrazelluläre Matrix bezeichnet werden. Der Zell-Matrix-Kontakt ist lebensnotwendig, um einen Signal- und Stoffaustausch für normales Wachstum und die volle Funktionsfähigkeit der Zellen zu gewährleisten. Die extrazelluläre Umgebung der Zellsysteme besteht deshalb aus den strukturgebenden Proteinen Kollagen (Fasern und Netzwerk) und Elastin, spezialisierten Funktionsproteinen (u.a. Fibronektin, Laminin) und den Polysacchariden (Proteoglykane = an Protein gebundene Glykosaminoglykane; reine Zuckermoleküle wie Hyaluronsäure).
→ Hyaluronsäure und Wundheilungsphasen


