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Grundlagen > Zelluläre Dysfunktionen > Hyaluronsäure (HYAFF)

Hyaluronsäure - HYAFF

Hyaluronsäure* (Hyaluronan) ist ein hoch visköses, stark Wasser bindendes Glykosaminoglykan (Polysaccharid). Sie wird in Zellmembranen synthetisiert. Die Biochemiker Meyer und Palmer konnten sie 1934 erstmals in der Glaskörperflüssigkeit von Rinderaugen nachweisen.

Hyaluronsäure (HS) ist Hauptbestandteil der extrazellulären Matrix (ECM) und wirkt als Bindeglied zwischen den einzelnen Zellsystemen. In der ECM erfolgt das Wachstum, die Migration, Differenzierung und Proliferation von Zellen. HS ist verantwortlich für die Aufrechterhaltung des Wasserhaushaltes im Körper (Homöostase) und ihre Anwesenheit ist von großer physiologischer Bedeutung für die Gewebespannung (Turgor). HS ist maßgeblich an der Regulation des Informationsaustauschs und der Signalübertragung zwischen den Zellen beteiligt.

Beim Menschen kommt sie fast ubiquitär vor, wir finden sie in höheren Konzentrationen vor allem in der Haut, der Synovialflüssigkeit der Gelenke sowie im Glaskörper des Auges.

Dermale Fibroblasten und epidermale Keratinozyten bilden besonders viel HS. Daher sind in der Haut auch ca. 50%  der gesamten HS-Menge des menschlichen Körpers zu finden. Durch seine hohe Viskosität dient HS als Diffusionsbarriere vor lokalen Infektionen.

 


* Korrekterweise müsste es Hyaluronan heißen, da in vivo dieses Makromolekül als Polyanion vorliegt. In den letzten Jahren werden allerdings Hyaluronsäure und Hyaluronan in der Literatur als Synonyma verwendet.

 

 

Übersichtsartikel

 

Hoppe, H.-D. und Lobmann, R.:

Hyaluronsäure - Ihre Bedeutung für die Wundheilung

Medizin & Praxis, Sonderheft "Chronische Wunden" 2008, S. 77-82

 

→ Herunterladen als pdf-Datei

 

 

→ Hyaluronsäure und Wundheilung






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