Kompendium Wundbehandlung Wundheilung
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Grundlagen > Wundreinigung > Autolytisches Debridement > Hydrogele

Hydrogele

  
Bestandteile dreidimensionalen Netzwerk hydrophiler Polymere in wässeriger Lösung 
Besonderheit Förderung autolytisches Debridement 
Funktionsweise Hydrogele geben Feuchtigkeit ab, unterstützen dadurch ein autolytisches Debridement und beschleunigen so die Wundreinigung. 
Indikationen trockene bis mäßig sezernierende Defekte 
Darreichungsformen Hydrogel in der Tube oder als Kompresse 
  

Anwendungshinweise

Das Gel wird ca. 2-5 mm dick auf den Wundgrund aufgetragen und mit einem semi-okklusiven Sekundärverband abgedeckt. Hierzu eignen sich Hydrokolloid-, Hydropolymer-Wundauflagen oder Lipidokolloidverbände aus Polyesterfasern, die eine schnelle Feuchtigkeitsabgabe nach außen verhindern. Wundhöhlen müssen mit einem Wundfüller wie z.B. Alginat oder Hydrofaser vorsichtig austamponiert werden. Um eine → Hydrobalance (Abgabe Feuchtigkeit – Aufnahme Wundsekret) zu erhalten, sollten Hydrogele möglichst 2-3 Tage auf der Wunde verbleiben. In dieser Zeit tritt auch eine Wundruhe ein, die sich förderlich auf den gesamten Wundheilprozess auswirkt. Die Effektivität von Hydrogelen wird durch verschiedene Studien bestätigt (Smith 2003), sie habe einen festen Platz bei der Therapie chronischer Wunden (Dolynchuk 2001, Schultz et al. 2003).

 

Hydrogle werden als Gel oder als Wundauflage angeboten. Beim Einsatz der Auflagen ist auf mögliche Mazerationen zu achten. Im Bedarfsfall ist auf der wundumgebenden Haut ein atmungsaktiver Schutzfilm (z.B. Cavilon) aufzutragen.

 

 

→ Hydrobalanceeinstellung






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