![]() |
Reinigungsphase |
Phagozyten (Fresszellen) sind in die Wunde eingewandert um Krankheitserreger, Zelltrümmer und toxische Stoffe zu entfernen. Zu Beginn der Entzündungs- oder Exsudationsphase wandern Leukozyten, angelockt durch chemotaktische Signale, in das verletzte Gewebe. Die Leukozyten sind die Träger des menschlichen Abwehrsystems. Zu ihnen zählen u.a. Neutrophile, Phagozyten und Lymphozyten. Neutrophile und Phagozyten dienen der unspezifischen Abwehr, sie sind imstande, abgestorbene Zellen und Krankheitserreger durch Phagozytose zu zerstören.
![]() |
Phagozytose |
Nach Opsonisierung des Fremdkörpers (z.B. Bakterie) kommt es zur Adhäsion an den Phagozyten. Der Fremdkörper wird durch den Phagozyten umschlossen und "verdaut". Polymorphkernige Neutrophile wandern als erste an die Verletzungsstelle und sterben nach ein bis zwei Tagen ab. Sie werden durch die Phagozyten, auch Fresszellen genannt, abgelöst. Zu den Fresszellen gehören die mononukleären Phagozyten. Je nach Ort des Vorkommens werden zwischen Monozyten (im Blut) und Makrophagen (im Gewebe, im Wundbereich) unterschieden. Makrophagen setzen proteolytische Enzyme (z.B. Kollagenasen und Elastasen) und entzündungsfördernde Zytokine (z.B. TNF-Alpha und IL-1Beta) frei. Diese Stoffe sind am Abbau devitalem Gewebes beteiligt und unterstützen damit die Wundreinigung. Makrophagen produzieren auch die Inhibitoren der freigesetzten Enzyme und Zytokine, sie können dadurch den enzymatischen Gewebeabbau in der Wunde genau regulieren. Die Lymphozyten stellen eine Weiterentwicklung der allgemeinen Abwehr dar. Sie tragen auf ihrer Oberfläche Rezeptoren für bestimmte Krankheitserreger (Antigene) und dienen daher der spezifischen Infektabwehr.




