Kompendium Wundbehandlung Wundheilung
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Grundlagen > Keimbesiedelung > Klinische Infektion

Klinische Infektion

Eine klinische Wundinfektion liegt vor, wenn die klassischen Entzündungszeichen:

 

  • Dolor (Schmerz),
  • Calor (Überwärmung),
  • Rubor (Rötung),
  • Tumor (Schwellung der Wundränder) und
  • Functio laesa (Funktionsverlust) zu beobachten sind.

 

Beim Auftreten derartiger Infektionszeichen sollte möglichst eine Probeexcision aus der Tiefe des geschädigten Gewebes vorgenommen werden. Bei gesicherter Infektion ist entsprechend dem Antibiogramm eine systemische Antibiotikatherapie in Erwägung zu ziehen. Die Behandlung muss unverzüglich und aggressiv durchgeführt werden, folgende Behandlungsschritte sind dabei zu beachten:

 

  • Chirurgisches Debridement
  • Herstellung gut durchbluteten Gewebes
  • Tägliche Wundreinigung und -beobachtung
  • Topische Anwendung von ausgewählten Antiseptika (Polyhexanid oder Octenidin)
  • Schutz vor weiterer Kontamination (antiseptisch wirkende Wundauflagen)
  • Keine Applikation lokaler Antibiotika.

 

 

→ Antiinfektiva

 

 






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