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Grundlagen > Keimbesiedelung > Kontamination - Kolonisation

Kontamination - Kolonisation

Kontamination

 

Alle chronischen Wunden sind mit Bakterien besiedelt (kontaminiert), wobei zwischen Kontamination / Kolonisation / Biofilm und klinischer Infektion zu unterscheiden ist. Unter Kontamination ist die normale Keimbesiedelung eines Ulkus zu verstehen, ohne dass eine Wirtsreaktion sichtbar ist.

 

 

Kolonisation

 

Bei einer Kolonisation liegt eine erhöhte Keimbesiedlung vor, hier ist ebenfalls keine Wirtsreaktion direkt sichtbar. Ein Indiz wäre zum Beispiel stagnierende Wundheilung.

 

 

Biofilm

 

Die kritische Kolonisation von chronischen Wunden wird auch als „Biofilm“ bezeichnet (Schwarzkopf 2002, Bowler 2003, Edwards u. Harding 2004). Ein Biofilm stellt ein physikalisches Phänomen dar, das Phänomen der Grenzflächenhaftung. Als Grenzfläche bezeichnet man die Fläche zwischen zwei Phasen, zum Beispiel die Fläche zwischen zwei nicht mischbaren Flüssigkeiten, wie Öl und Wasser. Biofilme in Wunden bestehen aus einer dünnen Schleimschicht (Matrix), in der Mikroorganismen eingebettet sind, die an einer Grenzfläche, dem Wundgrund (feste Phase), haftet.

 

 

→ Biofilm

 

 






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