Aspekte der Mikro- und Makroangiopathie beim diabetischen Fußsyndrom
Ein weiterer pathogenetischer Faktor bei der Entstehung und insbesondere bei der Progression der diabetischen Fußkomplikation ist die reduzierte Durchblutung mit Gewebsanoxie aufgrund einer Mikro- oder Makroangiopathie.
Die hohe Prävalenz der Makroangiopathie bei Patienten mit einem Diabetes mellitus steht in engem Zusammenhang mit dem Vorhandensein weiterer Risikofaktoren wie der Hyperlipidämie und der arteriellen Hypertonie.
Die Mikroangiopathie beeinflusst die diabetische Ulzeration durch die weitere periphere Minderperfusion in Kombination mit einem reduzierten Perfusionsdruck.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die (Mönckebergsche) Mediasklerose, mit ihrer Verkalkung der Media. Diese führt zu einer Gefäßwandstarre, mit Verlust der Wandelastiziät und Pulswelle bei normalem Gefäßlumen (im Gegensatz zur lumenverengenden Arteriosklerose). Sie ist direkt mit der autonomen diabetischen Neuropathie vergesellschaftet und mit einem zweifach höheren Ulkusrisiko und dreifach erhöhtem Amputationsrisiko verbunden.
→ Pathophysiologie der Wundheilung


