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Diab. Fußsyndrom > Osteoarthropathie

Diabetisch-neuropathische Osteoarthropathie (DNOAP)

Ein Sonderfall des klassischen diabetischen Fußes stellt die Osteoarthropathie, der so genannte Charcot-Fuß dar.

 

Die diabetisch-neuropathische Osteoarthropathie (DNOAP) ist eine nichtinfektiöse Zerstörung von Knochen und Gelenken. Eine Verletzung des Fußes als auslösender Mechanismus in der Entwicklung eines Charcot-Fußes wird oft von den Patienten nicht wahrgenommen.

 

Für die Entstehung der DNOAP gibt es zwei unterschiedliche Hypothesen:

 

  • In der neurovaskulären Hypothese nach Charcot und Mitchell (Zimny 2005) wird eine lokale Hyperperfusion des erkrankten Fußes infolge einer autonomen Neuropathie angenommen. Diese führt entsprechend einem Auswaschphänomen zu einer Entmineralisierung und verminderten Belastbarkeit des Knochens, woraus Frakturen und Deformitäten des betroffenen Fußes folgen.
  • Die neurotraumatische Hypothese nach Volkmann und Virchow (Zimny 2005) beinhaltet eine durch die sensomotorische Neuropathie bedingte kontinuierliche Fehlbelastung des Fußes mit repetitiven kleineren Traumata. Dies wird gefolgt von einer chronische Destruktion von Weichteil- und Knochenstrukturen.

 

Die DNOAP wird trotz des typischen klinischen Bildes häufig verkannt, die Therapiemaßnahmen oft verspätetet eingeleitet. Der Verlauf der DNOAP ist akut oder chronisch bzw. chronisch mit akuten Schüben.

 

Die Verdachtsdiagnose einer DNOAP sollte immer dann gestellt werden, wenn bei einem Patienten mit Neuropathie eine Schwellung und/oder Rötung sowie eine Überwärmung des Fußes mit oder ohne Schmerzen vorliegt.

 

   

Charcot-Fuß seitlich                        Charcot-Fuß plantar   Charcot-Fuß im MRT

 

Differentialdiagnostisch muss an eine Osteomyelitis, eine Zellulitis, ein Erysipel, eine Arthritis, einen akuter Gichtanfall oder eine Venethrombose gedacht werden.

 

Für die Diagnostik notwendig ist ein konventionelles Röntgenbild, um die sog. 5 D der radiologische Manifestation der DNOAP, die :

 

  1. Distension der Gelenke,
  2. Dislokation der Gelenke und Knochen,
  3. Debris des Knochens,
  4. Desorganisation von Gelenke und Knochen,
  5. Dichteerhöhung des Knochens feststellen zu können.

Notwendig ist immer ein MRT. Die DNOAP weist charakteristischerweise im MRT ein niedriges T1-Signal der Gelenke und ein niedriges T2-Signal des Knochenmarks auf. Bei einer akut und schnell progressiven DNOAP kann aber das T2-Signal verstärkt sein und somit ein akute Osteomyelitis vortäuschen.

 

 

→ Konservative Therapie der akuten DNOAP

 

→ operative Therapie der DNOAP

 

 






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