Wundkontraktion und Remodellierung
Bei der Wundkontraktion erfolgt eine aktive Annäherung der Wundränder mit dem Ziel der Schrumpfung und Verkleinerung des Wundvolumens. Die Wundkontraktion setzt – gleichzeitig mit der Remodellierung – bereits einige Tage nach der Verletzung ein. Während der Remodellierung erfolgt die Umwandlung des Granulationsgewebes zu stabilerem Narbengewebe. Dieser Vorgang kann mehrere Wochen oder auch Jahre dauern. Hierbei ist insbesondere eine Umstrukturierung der Kollagenfasern zu beobachten. Typ-III-Kollagen, das in den ersten Wochen der Wundheilung synthetisiert wurde, wird nunmehr kontinuierlich durch das stabile Typ-I-Kollagen ersetzt. Die Reißfestigkeit des Narbengewebes entspricht auch nach Abschluss der Remodellierung nicht mehr dem Ausgangszustand. Die Festigkeit beträgt nur noch maximal 70%.


