Risikoeinschätzung
Im Expertenstandard "Dekubitusprophylaxe in der Pflege" (1. Aktualisierung 2010) wird der Einsatz eines bestimmten Assessmentinstruments für die Erfassung von Dekubitusrisikofaktoren nicht empfohlen. Es lassen sich keine wissenschaftlich belegte Aussagen für deren Anwendung finden.
Im Expertenstandard "Dekubitusprophylaxe in der Pflege" (S. 26) wird dazu ausgesagt:
"Wird ein Assessmentinstrument zur Unterstützung der Dekubitusrisikoeinschätzung genutzt, ist darauf zu achten, dass die erfassten Risikofaktoren die in der jeweiligen Patienten- oder Bewohnerpopulation vorherrschenden, risikobegründenden Einschränkungen abbilden."
"Die Hautinspektion durch die Pflegefachkraft zielt darauf, bestehende Läsionen zu erkennen und zu beurteilen. Patienten/Bewohner, die einen Dekubitus aufweisen, sind als dekubitusgefährdet einzustufen. Darin inbegriffen ist das Vorliegen eines Dekubitus Grad 1, da dieser das Risiko des Auftretens eines Dekubitus höherer Grade und damit die Notwendigkeit der unverzüglichen Druckentlastung und Druckverteilung signalisiert."
Die Beurteilung das Dekubitusrisikos der Patienten/Betroffenen, bei denen eine Gefährdung nicht ausgeschlossen werden kann, erfolgt unmittelbar zu Beginn des pflegerischen Auftrages und danach in individuell festzulegenden Abständen sowie unverzüglich bei Veränderungen der Mobilität, der Aktivität und des Druckes.


