Vakuumversiegelung
Das Prinzip der V.A.C.-Therapie (Vaccum Assisted Closure-Therapy) besteht darin, durch einen offenporigen Schwamm die eng umschriebene Sogwirkung einer Redon-Drainage flächig auf die gesamte Wundoberfläche zu verteilen (Moch et al. 1999). Es wird eine effektive Wundreinigung (Befreiung von toxischen Zerfallsprodukten und Bakterien) erzielt, sowie die Proliferation und Neoangiogenese sehr stark angeregt. Neuere Studien weisen darauf hin, dass auch Fibrinbeläge effektiv entfernt werden können (Lorée et al. 2004). Die zunehmende Zahl an Publikationen (über 700 – Konsensus 2003) belegen, dass diese Therapieform als fester Bestandteil heutiger Wundheilungskonzepte angesehen werden kann.
Interessant ist auch der Ansatz, bei akuten Infektionen die Vakuumversiegelung zur intermittierenden Medikamenteninstallation zu nutzen (Fleischmann et al. 1998, Moch et al. 1999). Durch eine kontrollierte, lokale Applikation von mikrobioziden Wirkstoffen ist eine schnelle Infektsanierung möglich.
Die Grundvoraussetzung für eine Vakuumversiegelung ist ein vorheriges chirurgisches Debridement. Die V.A.C.-Therapie ist nicht in der Lage Nekrosen von der Wundoberfläche zu entfernen. Auch müssen die Therapeuten mit der Technik vertraut sein, um ein kontinuierliches Vakuum zu gewährleisten.
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