Lokale Wundbehandlung
Die Lokaltherapie orientiert sich an den Phasen der Wundheilung und ist nur im Zusammenhang mit dem bereits erwähnten Behandlungsregime (Diabeteseinstellung, Sanierung des Gefäßsystems, systemische Antibiotikatherapie zur Infektionsbekämpfung, gefäß- und knochenchirurgische Maßnahmen) zu sehen.
Weitere Primärmaßnahme der Lokaltherapie ist die Sicherstellung der vollständigen Druckentlastung des Wundbereiches.
Die am besten in Studien untersuchte Entlastungstechnik ist der Total Contact Cast, der zur Zeit noch als Goldstandard für die Entlastung zu gelten hat.
Aber auch andere Hilfsmittel wie Unterarmgehstützen, Orthesen (Zwei-Schalen-Kunststoff-Orthese, AIR-Cast etc.) oder auch die Entlastung mittels Rollstuhl können zur Anwendung kommen. Ebenso kann die völlige Immobilisierung des Patienten (initial) notwendig sein; dadurch ergeben sich allerdings bei den vorwiegend älteren Patienten oft weitere Probleme (z.B. ein erhöhtes Thrombose- oder Pneumonierisiko). In späteren Heilungsphasen (ab dem Stadium der Granulation) kann eine ausreichende Druckreduktion mittels Verbands- oder Entlastungsschuhen erzielt werden.


