Kompendium Wundbehandlung Wundheilung
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Kompression > Bindenmaterialien > Zinkleimbinden

Zinkleimbinden

Zinkleimbinden ergeben im angelegten Zustand halbstarre, unnachgiebige Verbände. Durch das Fehlen jeglicher Elastizität können sie der tätigen Muskulatur von allen Verbandmaterialien den größten Widerstand entgegensetzen und entfalten so einen intensiven Arbeitsdruck, der die tiefen, subfaszialen Bereiche erfaßt und rasch entstauend wirkt. Der entsprechend niedrige Ruhedruck gewährleistet dabei einen guten Lüftungseffekt, so dass der Blutumlauf in den nutritiven Gefäßen, insbesondere bei Stagnation infolge mangelnder Abschöpfung durch die tiefen Leitvenen, gefördert wird.

 

Der Zinkleimverband ist deshalb unentbehrlich zur schnellen Entstauung eines geschwollenen Beines und zur Beseitigung hartnäckiger Ödeme vor allem am Fußrücken, die einer Behandlung mit Wechselverbänden aus Kurzzugbinden oder Dauerverbänden aus Pflasterbinden trotzen. Da sich der Verband nach der Abschwellung des Ödems den Veränderungen des Beinumfanges nicht anpassen kann, muss er allerdings in dieser ersten Therapiephase häufig gewechselt werden.

 

→ Kurzzugbinden

 

 






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